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Tipps rund ums Tier
 


  stressfreier Tierarztbesuch

Leider ist für manche unserer Patienten der Besuch der tierärztlichen Praxis mit Angst verbunden. Nachfolgend ein paar Tipps, wie der Tierarztbesuch stressfreier ablaufen kann.
 

Die goldene Regel lautet: Sind die Besitzer nervös, so überträgt sich das auf ihre Tiere. Versuchen Sie, Ruhe auszustrahlen oder bitten Sie Freunde oder Verwandte, Ihr Tier zu begleiten.


Man sollte nervöse Tiere weder schimpfen, noch in ihrer Angst durch besondere Zuwendung bestärken. Am besten hilft man dem Tier, wenn man zumindest versucht, das ängstliche Verhalten zu ignorieren.


Trainieren Sie mit ihrem Jungtier zuhause die Untersuchungsvorgänge, setzen Sie das Tier auf einen Tisch, schauen Sie in das Maul Ihres Tieres und in die Ohren und belohnen Sie das Tier mit Leckerbissen, so wird Unangenehmes mit Angenehmem verbunden.


Katzen sollten nicht nur für den Tierarztbesuch in eine Transportbox kommen, sondern auch zuhause die Box aufsuchen können und sich somit daran gewöhnen. Übrigens bewahren Katzen gerne den Überblick. Stellen Sie die Katzenbox im Wartezimmer auf einen Stuhl oder auf Ihren Schoß.


 

  Warme Tage mit unseren Haustieren

Dass man Hunde an warmen Tagen nicht im Auto sitzen lässt, sollte sich schon herumgesprochen haben. Auch das Offenlassen von Fenstern, verschafft nicht wirklich Kühlung. Da unsere Hunde kaum schwitzen können, regulieren sie ihre Körpertemperatur hauptsächlich über Hecheln. Herzkranke und alte Hunde leiden besonders unter heißem Wetter und dürfen tagsüber keinen Anstrengungen ausgesetzt werden.


Sollte ein Hund dennoch einmal überhitzt sein, kühlen sie Ihn vorsichtig, an den Gliedmaßen beginnend, mit nicht zu kaltem Wasser ab. Bitte niemals einem bewusstlosen Hund Wasser ins Maul geben, da das Tier unter Umständen daran ersticken kann.


Katzen tolerieren Hitze sehr gut, sind sie doch eigentlich Wüstentiere. Dennoch sollte man im Sommer auf vermehrte Wasseraufnahme achten, da eine zu geringe Wasseraufnahme Nierenerkrankungen und Harnsteinbildung begünstigen kann.


Übrigens: Kaninchen sind extrem hitzeempfindliche Tiere. Sie sollten immer einen Schattenplatz zur Verfügung haben.

 

  Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Zur Grippezeit haben nicht nur wir Menschen mit Erkältungen und Gliederschmerzen zu kämpfen. Auch Hunde und Katzen leiden in der kalten Jahreszeit vermehrt an Infektionen. Nasenausfluss, Augenentzündungen, Durchfall und verminderter Appetit sind typische Symptome einer Verkühlung bei unseren Tieren. Unkomplizierte Krankheitsverläufe heilen meist ohne Therapie.
 

Sollte jedoch der Nasen - oder Augenausfluss besonders zähflüssig oder eitrig gelb werden , vermehrt Husten oder Würgen auftreten und sogar die Lieblingsleckerli verschmäht werden, dann sollte unsere Praxis aufgesucht werden, weil eine genauere Untersuchung des Tieres notwendig wird und zumeist eine antibiotische Therapie eingeleitet werden muss.


Hunde, die gerne Schnee fressen, leiden häufig an Mandelentzündungen, die zu heftigem Würgen und Husten führen können und ebenso behandelt werden müssen. Fiebermessen funktioniert übrigens bei den meisten Tieren sehr gut. Einfach den eingefetteten Fiberthermometer vorsichtig in den After einführen. Ab 39°C beim Hund und 39,5°C bei der Katze spricht man von erhöhter Temperatur.

 

  Zeckenbefall
 

Im Sommer ist Zeckenhochsaison und unsere Tiere leiden unter diesen lästigen Hautparasiten, die auch Überträger gefährlicher Krankheiten sein können.


Die bei uns am häufigsten vorkommende Zeckenart, der Holzbock, ist Überträger der FSME (Gehirnhautentzündung) und der Borreliose, wobei vor allem Borrelieninfektionen bei Hunden sehr häufig geworden sind. Die Verbreitung einer anderen Zeckenart, der Auwaldzecke, hat leider auch in Österreich stark zugenommen. Diese Art überträgt die gefürchtete Babesiose beim Hund, auch Hundemalaria genannt.


Um Hunde und Katzen vor Zeckenbefall zu schützen, stehen zahlreiche Präparate zur Verfügung, die allerdings richtig angewendet werden müssen, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Es gibt Halsbänder, Sprays und sogenannte Spot-On-Präparate, die auf die Haut getropft werden. Für den Hund gibt es seit einigen Jahren auch eine Impfung gegen Borreliose.


Machen Sie von den für Sie am besten geeigneten Mitteln Gebrauch, um die Gesundheit Ihres Tieres zu schützen! Übrigens: Die Zeckendichte nimmt im Laufe des Sommers etwas ab, um dann im Herbst einem neuerlichen Höhepunkt entgegenzusteuern.

 

  Übergewicht bei Tieren

Die Volkskrankheit Nummer eins, "Übergewicht" macht inzwischen auch unseren Haustieren zu schaffen. Jede dritte Katze und jeder zweite Hund leidet in Mitteleuropa an Übergewicht mit den typischen Folgekrankheiten wie hoher Blutdruck, Diabetes und Beschwerden des Bewegungsapparates.
 

Streichen Sie doch einfach einmal mit leichtem Druck den Brustkorb ihres Tiers entlang und versuchen Sie, die Rippen zu ertasten. Ist dies nicht möglich, wird es Zeit für eine Diät.


Es sollte ein gezielter Fütterungsplan erstellt werden, sowie regelmäßige Gewichtskontrollen stattfinden. Leckerlis werden gestrichen oder durch gesündere ersetzt (z.B. Karottenstückchen). Natürlich stehen auch kalorienreduzierte Fertigfuttermitttel für die Gewichtsreduktion zur Verfügung, allerdings hilft oft einfach auch nur der Leitsatz: "Weniger und keine energiereichen Leckerlis".


Wichtig ist weiters ein gesteigertes Bewegungspensum, darum kommen auch Wohnungskatzen nicht herum. So kommt es auch zum positiven Nebeneffekt, dass Sie mehr Zeit mit Ihren Tieren verbringen und dadurch Ihre Bindung stärken.

 

  Urlaub mit Hund und Katz

Erkundigen Sie sich vor Ihrem Urlaub, ob Tiere am Urlaubsort überhaupt erwünscht sind. Überlegen Sie sich, ob die Art der Anreise für ihr Tier überhaupt zumutbar ist. Zum Beispiel tolerieren Hunde Hitze bei langen Fahrten oft sehr schlecht. Flugreisen sind Tieren nur in unvermeidbaren Fällen zuzumuten.
 

Katzen reagieren zumeist sehr empfindlich auf Ortswechsel und sollten lieber in der gewohnten Umgebung verbleiben, sofern eine Versorgung möglich ist.


Bei Reisen ins Ausland und auch innerhalb der Europäischen Union müssen Hunde und Katzen auf alle Fälle Träger eines Mikrochips sein und einen amtlichen EU-Pass mit einer gültigen Tollwutimpfung vorweisen. Manche Länder fordern noch weitere Auflagen, die Sie vor Antritt des Urlaubs erfragen sollten.


Auch unsere Tiere können auf Reisen mit Krankheitserregern infiziert werden, die in Österreich nicht vorkommen. Wir beraten Sie gerne über Schutzmaßnahmen.

 
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